Archiv für das Tag 'Graukogel'

Jun 20 2009

Sommersonnenwende am Gamskarkogel 2.467m (Gasteinertal)

Abgelegt unter Bergtour

Zum längsten Tag und der kürzesten Nacht im Jahr, am 21. Juni, werden in den Hohen Tauern, genauer im Gasteiner Tal jedes Jahr die Sonnwendfeuer angebrannt. Entstanden in der keltischen Mystik und bei der Christianisierung oftmals als “Johannisfeuer” übernommen, leuchten an diesem besonderen Wochenende die Berggipfel. Diverse Vereine und Gruppen nehmen den oft beschwerlichen Weg zu den markantesten Gipfel des Tales in Angriff um dort wunderschöne Lichterketten entlang der schroffen Bergsilhouette zu inszenieren.

Die Alpenvereinsektion Bad Gastein ist für die Feuer am Gamskarkogel (höchster Grasberg Europas mit der ältersten Schutzhütte Österreichs direkt auf dem Gipfel) auf 2.467 m verantwortlich.

Franz und ich nehmen am späten Abend den Aufstieg von Hofgastein aus an. Mit dem Auto fahren wir bis zum Annencafe (1.074 m) hoch und stellen es am Straßenrand vor dem Schranken der Forststraßezur Rastötzenalm (1.743 m) ab. Zu dieser gelangen wir dann teils auf der Straße teils auf einem Steig. Hier kann man sich dann zwischen dem “alten” und dem “neuen” Weg entscheiden. Der Neue biete im oberen Teil eine schöne Aussicht ins Gasteinertal, der alte Weg quert reizvoll die gesamte Nordflanke. Wir entscheiden uns aufgrund der Schneedecke (beginnend ab 1.800 m) für den Alten. Bei Schneefall und einer steifen Brise wird uns auf den letzten Metern zum Gipfel/Hütte noch so richtig kalt. Aber Gott sei Dank hat der Hüttenwart Richi schon schön warm eingeheizt. Pünktlich um 22.00 Uhr wir das Feuer entzunden, eine kleine Privatvorführung fürinsgesamt acht Personen. Die Sichtweite liegt bei weniger als 10 Meter. Gerade deshalb erfreut uns der Schein desFeuers um so mehr. Danach gibt es ein leckeres Kartoffelgröstel mit Gamswurst.

Am nächsten Tag steigen wir nach einem gutem Frühstück gemeinsam ins Tal ab. Trotz desunwirtlichen Wetters war es wirklich eine gelungene Bergtour. Zitat Franz: “schiach ko a sche sein”!

M.

Sonnwend_09

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